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Leitbild


Eine lokale Agenda zu erstellen erfordert natürlich Zeit, Es bedarf einiger Anstrengungen, wenn das Ziel, die Gemeinde nachhaltig und zukunftsfähig zu entwickeln, erreicht werden soll.

Wichtig ist ein intensiver Dialog, an dem Bürgerinnen und Bürger, fachkompetente Einzelpersonen und Gruppen sowie Entscheidungsträger der kommunalen Verwaltung teilnehmen sollten!

Die Lokale Agenda 21 Retzstadt gibt es seit November 1998, die Leitung, Terminplanung und Koordination hat die Gemeinderätin Gertrud Heßdörfer.

Den Interessen der einzelnen Bürger entsprechend gibt es kleine Arbeitskreise (3 - 10 Personen), im Forum sind bis zu 40 Mitglieder anwesend. Die Sitzungen bzw. Ortstermine finden in der Regel alle 14 Tage statt.


Grundsatz:

Die Gemeinde Retzstadt hat sich mit GR-Beschluss vom 22. Okt. 1998 den Zielen der Agenda 21 verpflichtet und ihre Umsetzung auf kommunaler Ebene beschlossen.

Damit ist bei allen gemeindlichen Entscheidungen das Prinzip der Nachhaltigkeit zu beachten, und zwar gleichermaßen in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht.

Die Entwicklung der Gemeinde Retzstadt soll so verlaufen, dass die heutigen Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Bürger verbessert werden, ohne dass Nachteile oder Folgelasten für die nächsten Generationen entstehen.

Die Gemeinde richtet sich insbesondere bei der Aufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen nach den Zielen der Agenda 21.

Im Folgenden wird ein Leitbild für die kommunale Agenda 21 formuliert, das zudem die bereits begonnene bzw. konkret geplante Umsetzung der Ziele enthält.



Schwerpunkt Mensch (soziale Komponente)

Ziele: Stärkung der Dorfgemeinschaft, Verbesserung der Lebensqualität in Bezug auf, Wohnen, Bildung, Freizeit, Erholung, Verkehr

Gemeinde, Kirche, Schule, Vereine und Gruppen arbeiten zusammen an der Pflege und Stärkung der Dorfgemeinschaft. Sie fördern das Engagement für Menschen in sozialen Notlagen. Sie bieten Bildungs-, Kultur-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für Bürger aller Altersstufen.

Die Ansiedlung eines Arztes und einer Apotheke wird angestrebt. Für pflegebedürftige Bürger sollen durch engagierte Mitbürger und Gruppen sowie durch spezielle Einrichtungen (z.B. Pflegedienst, betreutes Wohnen o.ä.) die Betreuungsmöglichkeiten im Ort erhalten und verbessert werden

Die Anbindung zur Bahn sowie an das Nahverkehrsnetz soll optimiert und ausgebaut werden.


Schwerpunkt Natur (ökologische Komponente)

Ziele: Sicherung der natürliche Existenzgrundlagen, Wasser - Boden - Luft , Energie, Artenschutz

Die Gemeinde setzt sich in ihrem eigenen Verantwortungsbereich für die Erhaltung und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Sie sorgt insbesondere bei der Umsetzung des Landschaftsplans auch für den Erhalt der notwendigen Lebensräume der heimischen Pflanzen und Tiere. Sie sucht bei Überschneidungen von Interessen einen Ausgleich, der die Ziele der Agenda 21 als Richtschnur hat.

Sie schafft in ihren eigenen Einrichtungen Vorbilder für ökologisch sinnvolle Lösungen.

Ein umweltbewusster Umgang mit Luft, Boden, Wasser und Energie muss Ziel eines jeden Bürgers sein. Die Gemeinde sorgt - zusammen mit den Vereinen und Gruppen - für Beratungsangebote u.a. für ökologisch sinnvolles Bauen, für Energieeinsparung, für die Nutzung regenerativer Energiequellen, für naturschonende Bewirtschaftung von Äckern, Weinbergen und Gärten, für den umweltbewussten Umgang mit Wasser. Sie schafft insbesondere Anreize zum sparsamen Trinkwasserverbrauch, zur Rückhaltung des Wassers und zur Regenwassernutzung. Langfristig soll die Gewinnung von eigenem Trinkwasser wieder ermöglicht werden.


Schwerpunkt Wirtschaft / Technik (ökonomische Komponente)

Ziele: Verbesserung der Arbeits- und Erwerbsbedingungen in den Bereichen Technik - Gewerbe - Handel - Landwirtschaft - Weinbau

Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Dienstleistungsbetriebe sollen gute Bedingungen zur Sicherung ihrer Existenz im Ort finden. Die Gemeinde Retzstadt sorgt weiterhin für die notwendigen Voraussetzungen, um die Möglichkeiten der modernen Kommunikationstechnik für alle nutzbar zu machen. Die durch das Expo-Projekt "Teledorf Retzstadt" begonnene Entwicklung soll weitergeführt und erweitert werden. Durch Nutzung der Breitbandtechnik

sollen Arbeitsplätze aus den Ballungsräumen in die Wohnorte der Pendler verlegt werden. Darüber hinaus fördert die Gemeinde die Schaffung neuer Arbeitsplätze (Dienstleistungen,

Produktion nachwachsender Rohstoffe, Telearbeit), die dem Prinzip der Nachhaltigkeit in sozialer, ökologischer und ökonomischer Sicht entsprechen.



Retzstadt, im Februar 2001



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