Wappen von Julius Echter von Mespelbrunn
 

Johann Philipp Echter









1611
Ein Bruder und zwei Neffen des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (sein Wappen steht rechts oben) kaufen vom letzten Inhaber das Lehen Zellingen um 10.000 Gulden. Fürstbischof Julius belohnte am 4. Mai 1613 die drei Käufer. Seit dieser Zeit wohnten Angehörige dieser Familie zeitweise und zuletzt ständig auf ihrem Ahnsitz in Zellingen. Manche fanden auch in der früheren, von ihren hohen Verwandten, dem Fürstbischof Julius Echter, erbauten Kirche ihre letzte Ruhestätte.

In Zellingen starb auch der letzte männliche Sproß seines Geschlechts, der 19-jährige Johann Philipp Echter, Erbmarschall in Franken, am 16. März 1665 und wurde am 24. März zu Würzburg am rechten Seitenschiff des hohen Doms neben dem Fürstbischof Julius Echter beigesetzt. 1951 stieß man bei Bauarbeiten am Dom auf die Gruft dieses letzten Echter. Bei der Öffnung der Gruft fand man einen schlichten Tannensarg, bemalt mit einem Kreuz. Darauf lag der zerbrochene Schild der Echter zum Zeichen, dass Johann Philipp dieses Geschlecht nun erloschen ist. Der Tote im Sarg trug die noch gut erhaltene Kleidung eines Edelmannes seiner Zeit. Am 23. Februar 1950 brachte die Mainpost das Bild des geöffneten Sarges. Nach dem Tod des letzten Echter zog das Hochstift Würzburg das Mannlehen Zellingen ein und überwies dessen Einkünfte der Hofkammer.

In Zellingen ist eine Straße nach Johann Philipp Echter benannt.